Autor: Mathias Lipowski

Unarten im Netz – oder: wie werde ich meine Besucher los

Wer kennt sie noch, die guten alten Popups: kleine Browserfenster, die sich über den Browser gelegt haben. Und das meist, um Werbung anzuzeigen. Diese Zeiten sind zum Glück vorbei, da aktuelle Browser diese von Haus aus unterdrücken.

Doch es gibt eine neue Methode, um Benutzer auf einer Webseite abzuschrecken und zu verjagen: Inline-Overlays (also kleine „Popups“ innerhalb der Webseite oder auch Modals genannt). Mit diesen wird der Nutzer meist nach der Emailadresse gefragt, um einen Newsletter zu abonnieren. Ok, ist nicht ganz so nervig wie ein blinkendes Werbe-Popup, aber dennoch unterbricht es den Lesefluss. Und dies meist dann, wenn man sich gerade am Anfang eines Artikels befindet, aus versehen den Mauszeiger aus dem Browserfenster bewegt oder etwas zurück scrollt, um Inhalte erneut zu lesen. Also bei Aktivitäten, die vermuten lassen, dass man das Fenster schließen möchte.

Aber warum? Eine Einschätzung zur Nutzerfreundlichkeit: 0 von 10. Der Nutzer bekommt teilweise nicht einmal die Möglichkeit, den Inhalt zu lesen und soll sich davor schon entscheiden einen Newsletter zu abonnieren. Meines Erachtens mehr abschreckend als nützlich. Denn in den heutigen Zeiten, in denen man immer noch sehr viel Spam im Postfach findet, wird es immer schwerer an Email-Adressen zu kommen.

Aber auch hier hilft Qualität statt Quantität: es wäre sinnvoller sich auf guten Inhalt zu konzentrieren, als zwanghaft zu versuchen, die Leute zu einem Newsletter zu überreden. Also liebe Webmaster: bitte lasst es!

LaTeX: overfull \hbox mit draft sichtbar machen

LaTeX stellt einen Entwurfsmodus bereit, über den sich weitere Informationen im erzeugten Dokument anzeigen lassen. Der Modus lässt sich mit dem optionalen Argument draft wie folgt aktivieren:

\documentclass[draft]{...}

Dieser Modus bietet zwei Vorteile:

Übervolle Textboxen (overfull \hbox), also Textboxen welche nicht innerhalb der definierten Seitenränder umbrechen, werden durch eine schwarze Linie hervorgehoben (siehe Grafik). Diese Markierung wird bei Text, Abbildungen und auch Tabellen angezeigt.

Eingebettete Grafiken werden nicht in der Ausgabe angezeigt. Hier wird nur ein Rahmen, sowie Pfad und Name der Datei angezeigt. Dieser Effekt kann auch über das Argument draft des graphicx-Paketes erzielt werden.

\usepackage[draft]{graphicx}

LaTeX: d.h. oder d.\,h.? z.B. oder z.\,B.?

Grundsätzlich sollte jede Abkürzung zwischen den einzelnen Teilen ein geschütztes Leerzeichen enthalten, damit die Abkürzung durch Zeilentrennung nicht auseinandergerissen wird. In LaTeX wird das geschützte Leerzeichen mit \, gesetzt. Es sollte also heißen:

d.\,h. und z.\,B.

Laut Friedrich Forssman und Ralf de Jong – Detailtypografie:

Abkürzungen mit Binnenpunkt müssen innerhalb der Abkürzung mit einem geschützten Flexiblen Leerzeichen versehen werden. […] Nach der Abkürzung erfolgt ein normaler Wortzwischenraum.

LaTeX: hervorheben von Text mit \emph oder \textit?

Wie sollte man Text in LaTeX hervorheben? Kurz gesagt: \emph eignet sich besser als \textit und das aus zwei Gründen.

Erstens, \emph — der LaTeX Philosophie folgend, dass logisches Markup vom Inhalt getrennt werden sollte — betont den Sinn, dass es sich um eine Hervorhebung handelt, während \textit diesen Gedanken mit dem Setzen einer Schriftart (kursiv) vermischt. Entscheidet man sich im Laufe der Dokumentenerstellung die Schriftart zu wechseln (z.B. in eine schräge römische Schriftart), dann lässt sich die Anpassung mit \emph als Hervorhebung sehr einfach anpassen. Dahingegen müsste man alle Vorkommen von \textit händisch suchen und ersetzen, um den damit gekennzeichneten Text vom Rest des Dokuments abzuheben. \textit würde in dem Fall auch eher zu Verwirrungen führen.

Zweitens, und vielleicht von geringerer Bedeutung: man kann mit \emph eine Hervorhebung in der Hervorhebung erstellen. So lässt sich beispielsweise ein Wort oder eine Wortgruppe in einem Satz hervorheben, der bereits hervorgehoben wird. Die innere \emph Anweisung schaltet dann automatisch um, um den text „sichtbar“ zu machen. Das ist bedeutend einfacher, als Texte innerhalb von \textit mit anderen Schriftarten/Schriftanweisungen von Hand hervorzuheben.

Bildnachweis: unsplash.com

Cinematic-Look für Videoaufnahmen

Framerate

Die für das menschliche Auge angenehmste Framerate liegt bei 24fps. Daher werden Kinofilme auch meist (mit wenigen Ausnahmen) in dieser Rate gezeigt. Man sollte ein Video also gleich in dieser Framerate aufnehmen. Bei Zeitraffer- oder Slowmotion-Aufnahmen (also anderen Frameraten) ist es ratsam, diese dann mit 24fps abzuspielen.

Farbprofil

Ein C-LOG (Custom LOG) Farbprofil verwenden. C-LOG erweitert den Dynamikbereich von Schatten. Dies bedeutet, dass die Glanzlichter besser belichtet werden und der Dynamikbereich eines Videos maximiert werden kann.

Nicht alle Canon-Kameras können Videos im C-LOG Farbprofil erstellen, man kann allerdings ein Farbprofil so einstellen, um dem möglichst Nahe zu kommen:

Kamerawinkel

Neutral, also in direkter Augenhöhe des Betrachters, wirkt auch neutral. In diesem Winkel ist der Horizont etwa in der Mitte der Aufnahme.

Ein Kamerawinkel von oben auf eine Person eher erniedrigend bzw. der dargestellten Person überlegen. In diesem Winkel ist fast nur Boden zu sehen. Beachten sollte man dabei, dass der Hintergrund nicht zu unaufgeräumt bzw. dreckig aussieht, um der Aufnahme keine ungewollten Störungen einzubringen.

Im Gegensatz dazu hebt ein Kamerawinkel von unten eine Person bzw. auf ein Objekt hervor. Dieser lässt eine Person überlegen erscheinen, fast majestätisch. Hierbei ist fast nur Himmel (oder ähnliches) im Hintergrund zu sehen, was die Aufnahme auch mehr aufgeräumt und „ruhig“ wirken lässt.

Was fehlt?

Du hast weitere Tipps für einen Cinematic-Look von Videoaufnahmen? Schreibe es einfach in die Kommentare.

Bildquelle unsplash.com

Notiz an mich: jetzt noch schneller mit Postausgang

Die schnellste Notiz-App wird nun noch schneller: erstellte Notizen werden nun im Postausgang gespeichert und im Hintergrund gesendet. Damit entfällt das lästige Warten, bis die Notiz gesendet wurde. Und: Du behältst den Überblick, welche Notizen zuletzt erstellt wurden.

Was ist noch neu?

  • Viele Notiz- oder Aufgaben-Apps (Evernote, Trell, Any.do, Wunderlist, …) unterstützen den Import von Aufgaben über Email, d.h. eine Email an diese Dienste erstellt automatisch eine neue Aufgabe. Notiz an mich hilft dabei, das richtige Format zu erstellen. So wird bspw. häufig der Betreff als Aufgabe und der Inhalte der Email als Beschreibung verwendet.
  • Wir haben das Today-Widget aktualisiert: in den Einstellungen lässt sich nun festlegen, welche Aktionen (in welcher Reihenfolge) auf dem Widget dargestellt werden sollen.

Du kannst das Update der iOS-App im AppStore laden.