Schlagwort: LaTeX

LaTeX: overfull \hbox mit draft sichtbar machen

LaTeX stellt einen Entwurfsmodus bereit, über den sich weitere Informationen im erzeugten Dokument anzeigen lassen. Der Modus lässt sich mit dem optionalen Argument draft wie folgt aktivieren:

\documentclass[draft]{...}

Dieser Modus bietet zwei Vorteile:

Übervolle Textboxen (overfull \hbox), also Textboxen welche nicht innerhalb der definierten Seitenränder umbrechen, werden durch eine schwarze Linie hervorgehoben (siehe Grafik). Diese Markierung wird bei Text, Abbildungen und auch Tabellen angezeigt.

Eingebettete Grafiken werden nicht in der Ausgabe angezeigt. Hier wird nur ein Rahmen, sowie Pfad und Name der Datei angezeigt. Dieser Effekt kann auch über das Argument draft des graphicx-Paketes erzielt werden.

\usepackage[draft]{graphicx}

LaTeX: d.h. oder d.\,h.? z.B. oder z.\,B.?

Grundsätzlich sollte jede Abkürzung zwischen den einzelnen Teilen ein geschütztes Leerzeichen enthalten, damit die Abkürzung durch Zeilentrennung nicht auseinandergerissen wird. In LaTeX wird das geschützte Leerzeichen mit \, gesetzt. Es sollte also heißen:

d.\,h. und z.\,B.

Laut Friedrich Forssman und Ralf de Jong – Detailtypografie:

Abkürzungen mit Binnenpunkt müssen innerhalb der Abkürzung mit einem geschützten Flexiblen Leerzeichen versehen werden. […] Nach der Abkürzung erfolgt ein normaler Wortzwischenraum.

LaTeX: hervorheben von Text mit \emph oder \textit?

Wie sollte man Text in LaTeX hervorheben? Kurz gesagt: \emph eignet sich besser als \textit und das aus zwei Gründen.

Erstens, \emph — der LaTeX Philosophie folgend, dass logisches Markup vom Inhalt getrennt werden sollte — betont den Sinn, dass es sich um eine Hervorhebung handelt, während \textit diesen Gedanken mit dem Setzen einer Schriftart (kursiv) vermischt. Entscheidet man sich im Laufe der Dokumentenerstellung die Schriftart zu wechseln (z.B. in eine schräge römische Schriftart), dann lässt sich die Anpassung mit \emph als Hervorhebung sehr einfach anpassen. Dahingegen müsste man alle Vorkommen von \textit händisch suchen und ersetzen, um den damit gekennzeichneten Text vom Rest des Dokuments abzuheben. \textit würde in dem Fall auch eher zu Verwirrungen führen.

Zweitens, und vielleicht von geringerer Bedeutung: man kann mit \emph eine Hervorhebung in der Hervorhebung erstellen. So lässt sich beispielsweise ein Wort oder eine Wortgruppe in einem Satz hervorheben, der bereits hervorgehoben wird. Die innere \emph Anweisung schaltet dann automatisch um, um den text „sichtbar“ zu machen. Das ist bedeutend einfacher, als Texte innerhalb von \textit mit anderen Schriftarten/Schriftanweisungen von Hand hervorzuheben.

Bildnachweis: unsplash.com

LaTeX: Probleme mit minitoc beheben

minitoc wird benötigt, wenn ein Dokument neben einem normalen Verzeichnis (Inhalts-/Abbildungs-/Tabellenverzeichnis) zusätzlich ein kleineres Verzeichnis speziell für Kapitel oder Anhänge beinhalten soll. Da es allerdings bei der Verwendung von minitoc schnell zu Problemen mit anderen Paketen kommen kann, gibt es hier eine Auflistung von Punkten, die man beachten sollte.